
1824
Das erste Bodensee-Dampfschiff, die „Wilhelm“ der Württembergischen Gesellschaft, nimmt den Verkehr auf der Strecke Friedrichshafen – Rorschach auf.
1842
Der Kanton Thurgau baut den ersten Hafen in Romanshorn. Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von rund 11'500 Quadratmetern.
1847
Die erste Eisenbahnlinie bis an den Bodensee wird fertig gestellt, nämlich die Strecke von Ravensburg nach Friedrichshafen.
1850
Die „Schweizerische Dampfboot AG für den Rhein und Bodensee“ wird gegründet. Sie hat ihren Sitz in Schaffhausen.
1851
Als erstes Dampfschiff der neuen Gesellschaft wird die „SS Stadt Schaffhausen“ in Betrieb genommen; sie misst 45 Meter.
1853
Anfang Juni nimmt auch die „SS St.Gallen und Rhein“ ihren Dienst auf. Einen Monat später wird die „Schweizerische Nordostbahn-Gesellschaft“ (NOB) gegründet.
1853 – 1856
Rorschach, bis zu jener Zeit bedeutendster Hafen am schweizerischen Bodenseeufer, kriegt Konkurrenz: Die NOB erweitert den Romanshorner Hafen auf eine Fläche von über 74'000 Quadratmeter; so entsteht der grösste Hafen des gesamten Bodensees.
1854
Im Juli folgt die Gründung der Gesellschaft „NOB-Schifffahrt“.
1855
Die Eisenbahnlinie Winterthur – Romanshorn wird eröffnet. Die NOB nimmt die Schifffahrt auf. Ihre Flotte besteht neben zwei Schleppbooten aus den beiden Dampfschiffen „SS Thurgau“ und „SS Zürich“. Es sind die bis dahin grössten Bodenseedampfschiffe, erbaut auf einer provisorischen Werft in Uttwil von der Zürcher Maschinenfabrik Escher Wyss. Der Stückpreis beträgt 177'000 Franken.
1856
Die Eisenbahnverbindung zwischen Winterthur und Rorschach wird in Betrieb genommen.
1857
Die NOB in Romanshorn übernimmt die „Schweizerische Dampfboot AG“ mit Sitz in Schaffhausen. Sie ist nun die grösste und damit wichtigste Dampfschifffahrtsgesellschaft auf dem Bodensee. Ihre Flotte umfasst sechs Dampfschiffe sowie vier Schleppboote, und sie beschäftigt knapp 50 Mann.
1861 – 1864
Bisher wurden Schiffsreparaturen in der Bahnwerkstätte Romanshorn vorgenommen. Für umfassendere Wartungsarbeiten genügt diese jedoch nicht mehr. Daher baut die NOB die erste Schiffswerft in Romanshorn.
1864
Die Gesellschaft „Untersee- und Rheinschifffahrt“ (URh) wird gegründet.
1869
Auf den Strecken Romanshorn – Friedrichshafen und Romanshorn – Lindau verkehren so genannte Trajekte. So bezeichnet man Eisenbahnfähren, also Fährschiffe, die in der Lage sind, Eisenbahnwaggons oder Triebzüge in ihrem Rumpf aufzunehmen. Das erste solche Dampffährschiff der NOB misst 73 Meter und bietet bis zu 18 Güterwaggons Platz.
1869 – 1871
Romanshorn wird über die Schiene zunächst mit Rorschach und kurze Zeit später mit Konstanz verbunden.
1873 – 1884
Zahlreiche neue Trajektverbindungen sorgen für einen effizienteren Güterverkehr auf dem Bodensee.