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SAILING
Querstange am Mast zum abspreizen der Wanten.
SCHÄKEL
U-förmiger Metallbügel mit Schraubbolzen.
SCHALTERSTANGE
Andere Bezeichnung für Bootshaken.
SCHALUPPE
Alte Bezeichnung für ein gerudertes Beiboot oder Fangboote der Wahlfänger.
SCHAMFILEN
Scheuern von Segeln oder Leinen.
SCHANZKLEID
Stehendes Blech mit Handlauf welches das Deck nach außen abschließt.
SSCHAUFELRAD
im 19. Jh. war das Schaufelrad anfänglich die verbreitetste Art der mechanischen Schiffsfortbewegung (Heck- oder Seitenradantrieb), wurde aber ab 1850 zunehmend nur bei Binnenschiffen mit geringem Tiefgang angewendet, da es an Wirksamkeit verliert, wenn in bewegter See die beiden Räder verschieden eintauchen oder sich bei längeren Reisen durch den Brennstoffverbrauch der Eintauchwinkel der Schaufeln ändert. Man unterscheidet Räder mit festen oder beweglichen Schaufeln.
SCHEUERLEISTE
Rings um ein Boot verlaufende Leiste, welche die Schale vor Beschädigungen schützen soll. Bei größeren Schiffen aus Stahl gebaut und auch Wallschiene genannt.
SCHLINGERN
Die durch Seegang verursachte Bewegung eines Schiffes um seine Längsachse.
SCHLINGERKIEL
Seitlich, Unterwasser an der Schale aufgeschweißte Bleche, welche die Schlingerbewegungen dämpfen sollen.
SCHLUPF
Die Differenz zwischen dem theoretischen Vorwärtsschrauben eines Propellers und dem tatsächlichen Weg des belasteten Propellers.
SCHMIDTSCHER ÜBERHITZER
von Wilhelm Schmidt um 1897 für den Heissdampfbetrieb von Dampflokomotiven entwickelte Dampfüberhitzer-Bauart.
SCHOT
Leine, die der Bedienung der Segel während der Fahrt dient.
SCHOTT
Stählerne und wasserdichte Trennwände, welche eine Schiffschale in mehrere Räume unterteilt.
SCHOTTEL
Ein um 360° drehbarer Ruderpropeller. Der Schub kann so in beliebiger Richtung wirken und ersetzt somit das Ruderblatt.
SCHOTTISCHER SCHIFFSKESSEL
resp. Flammrohrkessel schottischer Bauart. Bei diesem Kesselsystem werden im gewellten Flammrohr heute meist durch Ölfeuerung die Rauchgase erzeugt, welche in die Umkehrkammer strömen und von dort durch die Rauchrohre in die Rauchkammer, von wo sie durch den Kamin entweichen. Flamm- und Rauchrohre sind vom Wasser umspült, das verdampft, in den Dampfdom gelangt und anschliessend als Nassdampf durch das Rohrbündel des Überhitzers (Bauart Schmidt) geleitet wird, wo Heissdampf entsteht, um schliesslich mit einem Arbeitsdruck von etwa 10,5 bar der Maschine zugeführt zu werden.
SCHWERT
Absenkbare Flosse eines Segelfahrzeugs zur Verminderung der seitlichen Abdrift.
SCHWOJEN
Am Anker hin und her driften durch Wind oder Strom.
SECOND EMPIRE
resp. Neoempire oder Neuempire, siehe Erklärung "Neostil".
SEELE
Litze in der Mitte des Seils um welches die Kardeelen geschlagen werden.
SEEMEILE
Eine Meile bildet den 60. Teil eines Meridiangrades. Sie entspricht einer Länge von 1,852 Km.
SEEZEICHEN
Alle der Sicherheit der Schifffahrt dienenden festen und schwimmenden Zeichen.
SEXTANT
Winkelmessgerät, wird für die Astronavigation benötigt.
SHANGHAIEN
Durch List oder mit Gewalt einen Seemann gegen dessen freien Willen zum Dienst auf einem Schiff verpflichten.
SILHOUETTE
Schattenriss, Schattenbild, Scherenschnitt.
SIMPLEX BALANCE RUDER
Ruder bei welchem die Drehachse innerhalb des Ruderblatts liegt und zwar im vorderen Drittel. So werden die wirkenden Kräfte beim Ruderlegen wesentlich verkleinert.
SKPPER
Kommt aus dem Niederländischen "Schipper" oder "Skypper". Heute hat sich die Bezeichnung im Segelsport für den Führer einer Yacht eingebürgert.
SKORBUT
Seit 1250 beobachtete Vitaminmangel-Erkrankung, bei welcher der Erkrankte praktisch für jede Arbeit an Bord ausfiel. Zähne fallen aus und Fleisch kann zu faulen beginnen. Ab 1760 war das Mitführen von Zitronensaft bei der britischen Navy Vorschrift.
SKURRIL (etrusk.-lat.)
verschroben, eigenwillig, drollig.
SLIP
Schiefe Ebene mit Geleisen, auf dessen Wagen Schiffe aus dem Wasser geholt und wieder zu Wasser gebracht werden können.
SMUTJE
Der Schiffskoch. Smutje würde ursprünglich von den Begriffen Schmutz und Schmuddelig abgeleitet aber zum Glück weiss das Heute niemand mehr.
SOFA (arab.)
Sitzmöbel, entweder ganz gepolstert oder mit losen Rücken- oder Seitenkissen.
SOUPER
(franz.), Abend-, Nachtessen.
SPANTEN
Die Spanten bilden die Rippen des Rumpfes. Sie stehen quer auf dem Kiel und gehen aus den Bodenwrangen hervor.
SPARTANISCH
strenge, harte Zucht.
SPEIGAT
Schlitzförmige Abflussöffnung im Schanzkleid für Spül- und Spritzwasser.
SPEISEWASSER
Wasser für den Betrieb von Dampfkesseln. In Süssgewässern kann dieses gefiltert aus dem See gepumpt werden. Im Salzwasser muss es jedoch mitgeführt werden oder durch Verdampfung gewonnen werden.
SPEISEWASSERPUMPE
dient zur Speisung des Dampfkessels mit Frischwasser, welches schliesslich verdampft wird.
SPIEGELHECK
Das Heck ist von hinten gesehen eine platte Fläche.
SPILL
Winde an Deck (z.B. Ankerspill). Man unterscheidet zwischen "Gangspill" (senkrechte Welle) und "Bratspill" (wagrechte Welle).
SPINNACKER
Großes, leichtes, ballonsegelähnliches Beisegel.
SPTZGATT
Heckform, bei welcher die Schiffslinien achtern spitz zulaufen. Das Ruder hängt am
Achtersteven.
SPLEISS
Seemännisches verflechten von zwei Seilen. Vielfach auch zum bilden eines Auges verwendet.
SPRACHROHR
Messingrohr vom Steuerhaus zum Maschinenraum zwecks akkustischer Kommandoübermittlung.
SPRING
Jene Festmacherleinen welche vom Bug oder Heck gegen die Schiffsmitte verlaufen.
SPRUNG
Der geschwungene Decklinienverlauf eine Schiffes von der Seite gesehen. Bug und Heck sind höher als Mittschiffs.
STAG
Drahtseile welche die Masten längsschiff abstützen.
STAKEN
Das Vorwärtsbewegen eines Schiffes im Flachwasser, indem man sich mit einer Stange am Grund abstösst.
STAMPFEN
Die Bewegung eines Schiffes im Wellengang, um seine Querachse. Bug und Heck tauchen abwechselnd ein und aus.
STAPELLAUF
Das Zuwasserlassen eines noch nicht voll ausgerüsteten Schiffes von der Helling.
STEHENDES GUT
Unbewegliches Tauwerk, welches dem Stützen von Masten und Stengen dient
STEUERBORD
Die in Fahrtrichtung blickend rechte Schiffsseite.
STEUERHAUS
Der Aufbau auf dem Kommandodeck von wo aus das Schiff gesteuert wird.
STEUERN
Die mit dem Wort "Steuer" zusammenhängenden Wortbildungen sind z.T. unlogisch. Man steuert ein Schiff, ein Schiff steuert schlecht, man spricht von Selbststeuer usw. Jedoch das eigentliche Steuerelement ist das Ruder, Ruderblatt, dazu Ruderpinne, Rudermaschine usw. Nicht der Steuermann steuert ein Schiff sondern der Mann am Ruder, der Rudergänger. Das Tätigkeitswort rudern hat indess nichts mit dem Ruder zu tun. Die Antriebsmittel beim Rudern heissen Riemen und damit wird gepullt. So ist das halt bei der Seefahrt.
STEVEN
Weiterführung des Kiels am vordersten und achtersten Rumpfende des Schiffes.
STEVENROHR
Ein Rohr im Achtersteven durch welches die Welle zum Propeller führt. Zweck des Rohrs ist die austretende Welle bei möglichst geringer Reibung wasserdicht abzuschliessen.
STUMPFSCHE NOCKENSTANGE
ursprünglich bei stationären Dampfmaschinen der Bauart Stumpf ab 1908 als Steuerungsorgan der dadurch zwangsläufig betätigten Ventile angewendet.
STURMWARNUNG
Orange Blitzlichter am Ufer, welche von einem sich anbahnenden Sturm warnen sollen.
40 Blitze p. Minute = Vorwarnung ( Sturm wird innerhalb zwei Stunden eintreffen )
90 Blitze p. Minute = Sturmwarnung ( Sturm steht unmittelbar bevor )
SÜLL
Erhöhter Rand um Lucken oder auch Schwellen an Türen, die das Eindringen von Wasser verhindern sollen.
SULZER-KLINKENSTEUERUNG
1878 von W. Züblin als Steuerungsorgan für stationäre, horizontale Ventildampfmaschinen der Baureihe II entwickelt und 1881 durch Oberingenieur Schübeler technisch verbessert. Die meisten heute noch in der Schweiz vorhandenen stationären Sulzermaschinen zeigen diesen bis 1910 gebauten Steuerungsmechanismus.
SUMPFSCHMIERUNG
siehe "Druckölschmierung".