SCHWEIZERISCHE BODENSEE SCHIFFFAHRT
Schweizerische Bodensee Schifffahrt

Seemannssprache

- D -

DAVID
Schwenkbares, kranartiges Rohr um Lasten zu heben. Z.b. um Beiboote zu wassern.

DECK
Obere Abschlussfläche eines Schiffkörpers. "Hauptdeck, Oberdeck, Kommandodeck"

DECKSBALKEN
Die im Spantabstand angeordneten, querschiffs verlaufenden Aussteifungen eines Decks.

DECKSNAHT
Der Zwischenraum zwischen den Decksplanken. Die Decksnähte werden kalfatert oder mit Dichtungsgummi gefüllt.

DEPLACEMENT
Das Gewicht von einem Schiff verdrängten Wassers.

DEUTSCHER JUGNDSTIL
zeichnet sich durch klare geometrische, aber fein geschwungene Formen aus. Diese Stilrichtung wurde geschaffen durch Vertreter des 1907 gegründeten Werkbundes, in welchem die Architekten, Handwerker und Hersteller zusammenkamen, um schliesslich die neue Auffassung von Industrie-Design zu entwickeln. Wichtige Vertreter des Deutschen Werkbundes waren u.a. Richard Riemerschmied und Peter Behrens.

DEVIATION
Die Abweichung der Kompassnadel durch magnetische Teile an Bord.

DEZENT
anständig, abgetönt, zart, gedämpft.

DINGI
Kleines, von einer Person zu bedienendes Bei- oder Segelboot

DIESELELEKTRISCHER ANTRIEB
moderner Fahrzeug- und Schiffsantrieb. Dieselmotoren treiben Gleichstromgeneratoren an, die die Antriebsmotoren speisen.

DIESELMOTOR
eine nach Rudolf Diesel benannte Wärmekraftmaschine mit innerer Verbrennung. In ihrem Zylinder wird reine Luft angesaugt und durch den Kolben so hoch verdichtet, dass der kurz vor dem oberen Totpunkt des Kolbens in den Zylinder eingespritzte Kraftstoff durch die entstehende Verdichtungstemperatur von etwa 600°C zündet und rasch verbrennt. Durch die Verbrennung steigen Temperatur und Druck weiter an, die heissen Gase treiben den Kolben nach unten und leisten somit mechanische Arbeit.

DIREKTGEKUPPELT
mit sog. Wellenkupplungen. Darunter versteht man die Maschinenelemente zur Übertragung von Drehmomenten zwischen fluchtenden Wellen, z.B. Kurbelwelle der Dampfmaschine verbunden mit der Welle des Schaufelrades durch eine starre Kupplung.

DOLLBORD
Der verstärkte obere Bordrand eines offenen Bootes in dem sich die Dollen für die Riemen befinden.

DREHMOMENT
eines Systems von Massenpunkten; die vektorielle Summe der Kraftmomente der an den einzelnen Massen angreifenden Kräfte. Das Drehmoment spielt für die Drehbewegung dieselbe Rolle wie die Kraft im Falle der Translation (Drehimpuls).

DREIFACHEXPANSIONS-DAMPFMASCHINE
analog Triplex-Dampfmaschine: dreistufige Expansion des Dampfes im Hoch-, Mittel- und Niederdruckzylinder. Vorteile der mehrstufigen Dampfausnützung: gleichmässigeres Drehmoment, bessere Gangruhe, kleinere Wärmeverluste des Dampfes.

DREIGELENKHEBEL
Hebel, ein um eine Achse drehbarer Körper, meist in Form einer geraden oder gewinkelten Stange (Winkelhebel). Am Hebel herrscht Gleichgewicht, wenn das Drehmoment aller an ihm angreifenden Kräfte gleich Null ist (Hebelgesetz). Dreizugkessel, } Gross-Wasserraumkessel: Flammrohrkessel mit drei Zügen (zwei Umkehrkammern), weitere Erläuterungen siehe unter Zweiflammrohrkessel.

DRIFT
Der Weg eines treibenden Fahrzeugs oder einer Eisscholle.

DRUCKKREISDURCHMESSER
2fache Strecke Mitte Radwelle — Mitte Schaufeldrehpunkt.

DRUCKÖLSCHMIERUNG
bei dieser Schmierung fliesst das meist über eine Zahnradpumpe geförderte Öl wieder in den Vorratsbehälter zurück.

DUALISMUS
(aus lat. duo: zwei), Zweiheit, Zweiförmigkeit, Zweiheitslehre; als philosophische Weltdeutung die Annahme, dass alles Seiende auf zwei (und nur zwei) ursprüngliche, nicht auseinanderherzuleitende Prinzipien begründet sei, z.B. Geist — Stoff.

DÜMPELN
Das unregelmäßige schaukeln eines Schiffes.

DWARS
Querab, rechtwinklig zur Schiffslängsachse.

 

ABC

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