SCHWEIZERISCHE BODENSEE SCHIFFFAHRT
Schweizerische Bodensee Schifffahrt

Die Geschichte der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt

1902

Die Schweizerischen Bundesbahnen übernehmen die NOB einschliesslich des Schiffsbetriebs. Das verstaatlichte Unternehmen umfasst sechs Dampfschiffe, zwei Trajektkähne und drei Schleppboote sowie – in Gemeinschaft mit Bayern – eine Trajekt-Dampffähre und ein weiteres Schleppboot. Dazugehören ferner sämtliche Anlagen samt der Werft.

1904 – 1906

Die Schiffswerft in Romanshorn wird umgebaut. EinWerfthafen wird errichtet. Dieser verfügt über eine sogenannte Hellinganlage zum Entwassern der Schiffe sowie einen schwenkbaren Kran mit einer Tragfähigkeit von zwanzig Tonnen.

1905 – 1906

Die Dampfschiffe „SS St.Gallen“ und „SS Rhein“ nehmen ihren Dienst auf dem Bodensee auf. Es sind die letzten Raddampfer, die in der Romanshorner Flotte in Dienst gestellt werden.

1914 –1918

Während des Ersten Weltkriegs wird der Trajektbetrieb von Romanshorn nach Bregenz eingestellt und auch nach den Kriegsjahren nicht wieder aufgenommen. Die Trajektverbindungen nach Lindau bzw. Friedrichshafen werden jedoch aufrechterhalten.

1929

Zwischen Romanshorn und Friedrichshafen wird ein Autofährbetrieb eingerichtet. Die deutsche „MF Schussen“ übernimmt den Dienst, der im Romanshorner Fährhafen bauliche Anpassungen nötig macht: Die Trajektbrücke braucht einen neuen Belag. Der Personalbestand der Romanshorner Schifffahrtsgesellschaft ist in der Zwischenzeit auf 88 Mann angewachsen.

1939 – 1945

Der Zweite Weltkrieg wütet. Der internationale Schiffsverkehr auf dem Bodensee wird eingestellt. Landesinterne Schiffsverbindungen werden nur beschränkt aufrechterhalten.

1946

Auf dem Bodensee läuft der Personen-Schiffsverkehr in beschränktem Umfang wieder an. Bis 1949 dürfen Schweizer Schiffe nur mit einer Sondergenehmigung der französischen Besatzungsbehörden einen deutschen Hafen anlaufen.

1948

Rund zweieinhalb Jahre nach Kriegsende wird auch der Trajektbetrieb für Güterwaggons zwischen Romanshorn und Friedrichshafen wieder aufgenommen.

1949

Der Personenverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz normalisiert sich.

1955

Die „MF Schussen“ verkehrt wieder auf der Strecke Romanshorn – Friedrichshafen: DerAutofährbetrieb läuft wieder an.

1966

Die 1906 erbaute „SS Rhein“ wird ausgemustert. Mit ihrer letzten Fahrt geht die Ära der Raddampfer auf dem Bodensee zu Ende.

1976

Der Trajektverkehr – der Transport von Güterwaggons der Eisenbahn mittels spezieller Fähren – wird eingestellt.

1982

Zwischen der Deutschen Bahn und den SBB wird ein neuer Gemeinschaftsvertrag für den Autofährbetrieb unterzeichnet. Für die Gemeinschaftsstrecke Romanshorn –Friedrichshafen setzen beide Vertragspartner je ein Fährschiff ein: die „MF Friedrichshafen“ und die „MF Romanshorn“.

1985

In Romanshorn wird das neue Dienstleistungs-Zentrum eröffnet, einschliesslich der Zufahrtsstrasse zur Autofähre. Eine neue Fährbrücke wird gebaut.

1996

Der gesamte SBB-Schiffsbetrieb mit Werft und Anlagen wird privatisiert. Die Schweizerische Bodensee-Schiffahrtsgesellschaft AG (SBS AG) wird aus der Taufe gehoben. Als neuer Star der Flotte nimmt die MF Euregia ihren Dienst auf.

2005

Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt feiert ihr 150-jähriges bestehen.

2007

Die SBB verkauft die Schifffahrt an eine private Investorengruppe.